Kim Wilde - Never Say Never

Blogged by Dalecooper as Allgemein — Dalecooper So 24 Sep 2006 22:44

Kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich nochmal ein neues Kim-Wilde-Album und dieses Werk ist es defintiv Wert, es auch hier zu erwähnen. Kurze Infos aus der Vergangenheit:nach dem Flop des 95er Albums "Now & Forever" , ein vollkommen misslungener Versuch in den Soul-Bereich, wurde es relativ still, allerdings war Kim niemals untätig. 1996 spielte sie im Musical "Tommy" in London auf,widmete sich danach der Gärtnerei,machte unter anderem Fernsehshows über Gartendesign und veröffentlichte mittlerweile zwei Bücher. Musikalisch gab es drei Songs, eine Dance-Nummer namens "Loved" im Rahmen einer Best of,die auf kein grosses Interesse stiess und eine Cover-Version von Steppenwolfs  "Born To Be Wild" die besser aus ihrer Discographie gestrichen werden sollte. Erst als Gastsängerin bei Nena, die mit "Irgendwie,irgendwo,irgendwann" erneut einen Riesenhit landete und einigen 80er Jahre Shows, kam der musikalische Erfolg allmählich wieder. Nun liegt das aktuelle Album "Never Say Never" vor,welches von niemand geringerem als Nena-Produzent Uwe Fahrenkrog-Petersen produziert wurde und einen kompletten Einblick in Ihre musikalische Laufbahn bietet, mit 8 neuen Songs und 6 Neuinterpretationen ihrer alten Hits. Von den neuen Songs sind besonders "Perfect Girl" ,"Game Over" und "I Fly" erwähnenswert, die richtig rocken,letzteres erinnert sogar ein wenig an Blurs "Song 2". Mit "Forgive Me" wird uns eine melancholische Pop-Dance- Nummer geboten und das gut gelaunte "Baby Obey Me" klingt,als würden die Chili Peppers auf Ace Of Base treffen. Zu den Neuinterpretationen: Neue Varianten von Klassikern,sind ja in gewisser Weise immer gewöhnunsbedürftig, wenn man sehr an den Originalen hängt, trotzdem ist jede für sich ziemlich gut geworden. Im Radio hört man die leicht angerockte Single-Auskopplung "You Came" rauf und runter, ein absolutes Highlight jedoch ist die Neuauflage von "Kids In America" im Duett mit Ex-Ash-Bassistin Charlotte Hatherley. Ebenfalls hitverdächtig eine neue Version des Supremes-Covers "You Keep Me Hangin’ On" im Duett mit Nena, weiterhin wurde "View From A Bridge" elektronisch-tanzbar aufgepeppt und  die Ballade "Four Letter Word" wurde nochmal überarbeitet,welche allerdings nie zu meinen Favoriten gehörte. Als Bonustrack gibt es den Paul-Oakenfold-Remix von Cambodia,der als Remix super ist, aber aufgrund der fehlenden Gesangspassagen selbstverständlich nicht ans Original rankommt. Dieses Comeback ist für eine der Überraschungen des Jahres, bleibt zu hoffen,dass es eine weitere Zusammenarbeit mit Fahrenkrog-Petersen geben wird, mit vielen Songs,die ähnlich nach vorn gehen wie diese neuen Tracks. Insgesamt knüpft dieses Album an die Zeit 81-86 an, die Folgealben wurden wesentlich zurückhaltender und boten nichts neues.

Qntal - Qntal V: The Silver Swan

Blogged by Dalecooper as Allgemein — Dalecooper Mo 4 Sep 2006 00:34

QNTAL - QNTAL V:THE SILVER SWAN

(Drakkar/Sony BMG)

Reinheit,Schönheit und Verwandlung präsentieren Qntal in ihrem neusten Werk "The Silver Swan" setzen diese drei Bedeutungen des Mythos Schwan musikalisch um. Das mittlerweile fünfte Werk des Trios,das sich auf neue Interpretationen alter Musik spezialisiert hat, ist bislang,das ruhigste,melancholischste und schönste Werk bis jetzt.Dass nach Ernst Horns Ausstieg keine elektronischen Klangexperimente zu erwarten sind,stand bereits beim 03. Album fest. Danach wurde gelegentlich mit zusätzlichen Einflüssenexperimentiert, weshalb einige Tracks im Gesamtbild der Alben ein wenig aus der Reihe tanzten, was uns jedoch durchaus Vielseitigkeit des Trios bewies. Mit "Silver Swan" liegt uns nun ein einheitliches Album vor,dass uns hinter dem grossartigen Cover-Design von Brian Froud (Die Reise ins Labyrinth,Der dunkle Kristall), der auch den Videoclip des fantastischem Song "Von den Elben" gedreht hat, auf eine Reise in eine eigene,mystische Welt,wie es desöfteren höchstens Loreena McKennit geschafft hat.Von "Silver Swan" wird man in einen Bann gezogen,was bis jetzt auch noch kein Qntal-Album geschafft hat. Mehr als einmal schafft es Syrahs Stimme zu den fliessenden Klängen eine Gänsehaut zu erzeugen,ob bei tänzerisch-verspielten Tracks wie "Levis" oder dem Opener "Monsieur’s Departure" oder dem vertäumten, bereits erwähnten Elbensong. Kurz vor Ende der Reise wird uns der eingängigste Track "292" geboten, der besonders durch seine mittelalterliche Melodie besticht,um uns dann mit dem Titeltrack "Silver Swan" einen Genuss zu präsentieren, den ich ich mir wohl besonders zur Winterzeit öfter anhören werde, die beste musikalische Untermalung einer wunderschönen Winterlandschaft. Das Album ist in zwei Versionen erschienen,die limitierte Doppel-CD enthält eine Zusatz-CD mit der SIngle-Version von "Von den Elben" und poppigen Interpretationen von "Levis" und "292", sowie den wohl clubtauglichsten Track "Veni" und den bislang nur für DJs erhältlichen "Rot".Im Enhanced Part der Bonus-Cd befindet sich der Elben-Videoclip und eine Brian Froud Gallery. Im Oktober begeben sich Qntal wieder auf Tour, es dürfte mit Sicherheit ein Erlebnis werden, dieses Material live zu erleben.

www.qntal.de

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